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Konditor/-in

Die Ausbildung als Konditor/in

Das Leben wäre nur halb so schön ohne die süßen Verführungen. Damit immer ein Vorrat an leckeren Köstlichkeiten da ist, arbeiten Konditoren/innen Tag und Nachts über an neuen Kreationen. Damit überraschen sie jedes Mal auf Neue den Gaumen der Kunden.

1. Die Tätigkeiten

Wie der Name bereits vermuten lässt, kümmerst du dich während der Ausbildung um das Kreieren von Torten, Kuchen und süßen oder herzhaften Teilen. Deswegen hält der Ausbildungsalltag immer neue Herausforderungen bereit und stellt dein Können beständig auf die Probe. Denn neben den "herkömmlichen" Kreationen, nimmst du Sonderbestellungen entgegen wie Hochzeits- oder Geburtstagstorten für Jubiläen.

Um das zu bewerkstelligen, steht dir ein modernes Arsenal an Küchengeräten zur Verfügung. Teig- und Rührmaschinen, Siedetöpfe für Schokoladenglasuren, Backformen und effektive Hochleistungsöfen. Natürlich nehmen dir Maschinen nicht die gesamte Arbeit ab. Hand anlegen, gehört seit Jahrhunderten zum wortwörtlichen Brot und Butter des Konditors. Denn eine große Torte bedarf mehrerer Schritte, ehe sie fertig ist. Tortenboden herstellen, in Form bringen, Füllung platzieren, backen und nochmals die Torte öffnen, um eine andere raffinierte Füllung zu verwenden.

2. Qualifikationen und Anforderungen

Die erfüllte Schulpflicht ist obligatorisch für jeden angehenden Lehrling. Ein Grundwissen braucht jeder Konditor. Allerdings lebt der Beruf des Zuckerbäckers – so die alternative Bezeichnung – wie kein zweiter von Kreativität und Talent.

Ein ausgeprägter Geschmacks- und Geruchssinn, sorgt dafür, dass du weißt, wann dein Werk perfekt gebacken ist. Form- und Farbgefühl lassen dich jede Kreation für den Kunden ansprechend gestalten. Fantasie ist nötig, wenn du deine Besucher mit neuen Kreationen überraschen möchtest. Das alles natürlich unter der standardmäßigen Hygienevorschriften.

Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass du direkten Kundenkontakt bei der Auslieferung oder an der Theke hast. Hier kannst du deine zwischenmenschlichen Stärken ausspielen, darunter:

- Improvisationsvermögen
- Kundenorientierung
- Freundlichkeit
- Sorgfalt

3. Das Gehalt

Jeder Konditor wird nach einem festgelegten Kollektiv-Vertrag bezahlt. Das gilt selbstverständlich für die Lehrlinge in gleichem Maße wie für ausgelernte Konditoren/innen. Demnach bekommt ein Auszubildender in Kärnten ein anderes Gehalt als jemand in der Steiermark.

Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag (brutto) für KonditorInnen am Beispiel Wien: (Stand 01.04.2017)
1. Lehrjahr: € 453,-
2. Lehrjahr: € 601,-
3. Lehrjahr: € 749,-


Das Einstiegsgehalt bewegt sich im normalen Rahmen der "handwerklichen" Berufe. Es reicht von 1660 Euro bis 1850 Euro. Insbesondere beim Konditor steigt über die Jahre das Gehalt mit der Erfahrung an, weil er immer aufwendigere Torten und ähnliches beherrscht.

4. Ablauf der Ausbildung

Der Beruf des Konditors arbeitet wie viele andere Beruf nach dem dualen Konzept. Du besuchst eine Berufsschule und arbeitest im Betrieb. In der Schule lernst du die gängigen Gebäck-Stücke und andere wichtige Details. Im Betrieb setzt du diese um und verleihst ihnen noch eine persönliche Note.

Eine Besonderheit der Ausbildung ist, dass du sie als Doppel-Lehre angehen kannst. Das heißt, deine Ausbildung dauert insgesamt vier anstatt drei Jahre. Jedoch bekommst du am Ende noch die Berufsabschluss "Bäcker/in".

5. Karrieremöglichkeiten

Der meist gewählte Weg vieler Auszubildenden läuft über die Werkmeister-Schule, an der du am Ende deine Meister-Prüfung ablegst.

Aber es gibt noch andere Wege. Arbeitest du in einer Großbäckerei, gibt es auch lukrative Stellen als Produktionsleiter/in oder Werkmeister/in. Obendrein bietet sich dir die Möglichkeit einen Kurs zum Patisserie/Patissier über die WIFI. Hierbei arbeitest du an Dessert oder Buffet-Theken.




 

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