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Immobilienkaufmann/-frau

Die Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau





1. Die Tätigkeiten:

Der erste große Tätigkeitsschwerpunkt ist die Verwaltung. In erster Linie heißt Verwaltung, das Verwalten der Mieteinnahmen, die Annahme von Reklamationen und allgemeine Organisation. So müssen beispielsweise zu festgesetzten Terminen die Rechnungen für Nebenkosten wie Pflege der Grünanlagen oder dem Betrieb des Aufzugs geregelt werden. Anfragen von Mietern, Pächtern und Käufern landen außerdem auch auf dem Schreibtisch. Entweder der Immobilienkaufmann/frau bearbeitet diese Angelegenheiten selbst oder gibt sie an den zuständigen Spezialisten weiter. Sind Menschen auf Wohnungssuche wenden sie sich ebenso an den/die Immobilienkaufmann/-frau. Hier sucht er nach den Vorgaben der Interessenten die passenden Immobilien bzw. Wohnungseinheiten heraus. Im Anschluss nimmt er gegebenenfalls Kontakt mit dem Vermieter. Gehört das Objekt dem Unternehmen organisiert er sogleich selbst den Rundgang durch die Wohnung. Der Verkauf gestaltet sich vielfältig. Selten ist es der Fall, dass Menschen Immobilien gleich sofort vollständig kaufen. In der Regel liegt es am Immobilienkaufmann/-frau die optimale Finanzierung - hier Hypothek zusammenzustellen. Das ist unter anderem deswegen möglich, weil viele Immobilienfirmen mit einer dazugehörigen Bank verbunden sind.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Gute Mathematik-Kenntnisse sind eine der Grundvoraussetzungen. In Bereichen der Preiskalkulation oder der Buchhaltung werden diese Fähigkeiten täglich vom Auszubildenden gefordert. Vorteilhaft ist es, fit im Kopfrechnen zu sein, um im Beratungsgespräch einen kompetenten Eindruck zu vermitteln. Eng verwandt mit Zahlenverständnis ist die Qualifikation des analytischen Denkens. Nicht nur Zahlen muss der Immobilienkaufmann beherrschen, sondern auch die rechtlichen Aspekte rund um das Thema Miete, An- und Verkauf und vielem mehr. In diesen Augenblicken ist es essenziell den Überblick zu behalten und Informationen korrekt aufzuarbeiten. Organisationstalent und eine große Stress-Toleranz gehen in diesem Feld Hand in Hand. Denn du musst in der Lage sein einen Prozess vollkommen alleine zu gestalten und auch umzusetzen. Beispielsweise Recherche für eine Immobilie, anschließendes Beratungsgespräch, Besichtigung mit Interessenten und zuletzt Aufsetzen des Mietvertrags. Hierbei sind oft klare Fristen vorgegeben. Zuletzt ist die wichtigste “Soft-Skill” Komponente das Kontakttalent des Lehrlings. Er muss in der Lage sein, ein strukturiertes Gespräch mit dem Kunden zu führen. An dieser Stelle muss er nicht nur durch Fachwissen überzeugen, sondern auch auf charakterlicher Ebene. Das geschieht im Idealfall durch Freundlichkeit, Höflichkeit, ein gepflegtes Auftreten und einen zuvorkommenden Service.

3. Das Gehalt:

Hinsichtlich der Bezahlung sind Auszubildende in der Immobilienbranche gleichauf mit anderen, kaufmännischen Berufen. Die folgenden Angaben sind alle samt Brutto-Werte:

• Jahr 1: 780 Euro
• Jahr 2: 890 Euro
• Jahr 3: 1000 Euro

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung beträgt circa 1260 bis 1360 Euro. Mit höheren Abschlüssen wie der Universität oder einer Fachhochschule fallen die Einstiegsgehälter höher aus.

4. Ablauf der Ausbildung:

In der dreijährigen Ausbildung besitzt der Lehrling zwei Möglichkeiten. Erstens kann er den Weg über das duale Modell nehmen. Hierbei arbeitet er im Betrieb und besucht daneben die Berufsschule. Oder er entscheidet sich für eine rein schulische Ausbildung die Praxisphasen integriert. In beiden Modell steht am Ende die gleiche Lehrabschlussprüfung, wodurch der Auszubildende seinen Abschluss erwirbt.

5. Karrieremöglichkeiten:

Die Möglichkeiten im Immobilien-Sektor sind gut. Das gilt ungeachtet der jeweiligen Spezialisierung des Betriebes. Besonders große Konzerne haben attraktive Ausstiegsmöglichkeiten durch betriebsinterne Weiterschulungen. Dennoch ist es sinnvoll auch eine höhere Bildung per Universität anzustreben, da hier der Gehaltszuwachs merklich höher ausfällt. Oder man entscheidet sich für die selbständige Tätigkeit im Verkauf als Immobilienmakler. Wem der Innendienst mehr liegt, kann Immobilienverwalter werden.
 

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