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Kraftfahrzeugtechniker/-in



Die Ausbildung als KFZ-Mechaniker

Wenn du Langeweile bei der Autofahrt hast, fängst du jedes Automodell mit allen technischen Daten zu benennen?

Du verpasst keine Rennen der Formel 1? Und Kart fahren macht dir am meisten Freude?

Klingt so, als wäre die Ausbildung als KFZ-Mechaniker dein Fall!

KFZ-Mechaniker halten das am Laufen, was inzwischen für viele unverzichtbar geworden ist: Ihren fahrbaren Untersatz.

1. Die Tätigkeiten

Den Großteil deiner Zeit verbringst du in der Werkstatt direkt am Objekt, das du betreust, reparierst oder wartest.

Normale Autos, LKWs und selbst Motorräder oder kleinere Fahrzeuge wie Mopeds sind dein Kerngebiet. Das Aufgabenfeld eines KFZ-Mechanikers ist je nach Ausrichtung sehr vielfältig und fordert Spezialkenntnisse ab.

Bei deiner Arbeit nutzt du vermehrt elektronische Werkzeuge und Helfer, denn die automobile Zukunft ist digital - und du erlebst es hautnah mit während der Ausbildung.

Natürlich kommen auf dich auch die altbekannten Aufgaben wie Reifenwechsel, Ölwechsel, Fehlerdiagnose direkt am KFZ zu. Das ist immer noch das Brot und Butter eines KFZ-Mechanikers.

Und einen weiteren Dienst leistet du - Sicherheit und Umweltschutz. Du überprüfst Bremsanlagen und testet die Kundenfahrzeuge auf Schadstoffausstoß, um ihnen die passende Plakette zu verleihen.

2. Die Anforderungen

Wie fast überall, wollen auch Arbeitgeber in der Automobilbranche, beim künftigen Auszubildenden die neunjährige Schulpflicht erfüllt sehen.

Ebenso unabdingbar für einen erfolgreichen KFZ-Mechaniker/-in ist ein beständiges Interesse an technischen und mittlerweile digitalen Themen. Selbstverständlich gepaart mit dem dazugehörigen Verständnis einzelner Komponenten.

Vermehrt fordern die Arbeitgeber außerdem grundlegende Kenntnisse am Computer und idealerweise erste Erfahrungen mit Programmiersprachen. Das erleichtert die Arbeit an den Diagnosegeräten.

Zu weiteren Qualitäten eines Mechanikers oder einer Mechanikerin zählen:

- Handwerkliches Geschick (z. B. beim Reifen oder Scheinwerfern Austausch)
- Ausdauer (z. B. bei der Montage von großen, schweren Autoteilen)
- Selbstständigkeit (z. B. beim Aneignen und Anwenden von Wissen)
- logisches Denkvermögen (z. B. beim Umsetzen der Bedienungsanleitungen)

Darüber hinaus schadet es nicht, wenn du dich bereits in deiner Freizeit mit einem Teilgebiet der KFZ-Technik beschäftigt hast. Dabei ist es nicht von Relevanz, ob es Mopeds, Karts oder kleine Motorräder waren.

3. Das Gehalt

Die Gehälter im KFZ-Bereich weisen erhebliche Unterschiede auf. Aus der Erfahrung heraus lässt sich sagen, dass große "Premium-Hersteller" wie Mercedes-Benz, VW, Porsche oder BMW mehr auszahlen als kleine, unabhängige Werkstätten.

Das liegt auch daran, dass die großen Unternehmen an Tarifverträge gebunden sind.

Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag (brutto) für KFZ-Techniker: (Stand 01.01.2017)
1. Lehrjahr: € 550,- bis € 600,-
2. Lehrjahr: € 730,- bis € 860,-
3. Lehrjahr: € 1.000,- bis € 1.200,-
4. Lehrjahr: € 1.400,- bis € 1.600,-


Manche dürfte es überraschen, dass hier ein viertes Lehrjahr, statt der üblichen drei Lehrjahre aufgelistet ist. Das erklären wir im nächsten Punkt.

Ausgelernt darf ein Angestellter als KFZ-Mechaniker/-in einen Verdienst im Bereich von 1500 bis 1900 Euro brutto erwarten.

Bonuszahlungen - wie bei Mercedes-Benz im Jahre 2015 in Höhe von 9000 Euro - sind dabei nicht mit inbegriffen. Es besteht demnach Luft nach oben für Ambitionierte.



4. Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung ist auch hier dual aufgebaut mit Berufsschule und Arbeitszeit im Betrieb. Die Besonderheit ist aber, dass KFZ-Technik ein Modulberuf ist, bei dem sich Auszubildende zum Grundmodul ein Hauptmodul wählen wie:

- PKW-Technik
- Nutzfahrzeugtechnik
- Motorrad-Technik

Zu diesem Hauptmodul kannst du nochmals ein Hauptmodul belegen. Oder du entscheidest dich stattdessen für ein Spezialmodul wie Systemelektronik.

Das erklärt auch die lange Ausbildungsdauer von bis zu vier Jahren. Bei guten Leistungen lässt sich die Ausbildung in Absprache mit dem Arbeitgeber verkürzen.

5. Karrieremöglichkeiten

Nach der Lehrabschlussprüfung (LAP) eröffnen sich dem KFZ-Mechaniker oder Mechanikerin in der Regel drei sehr lukrative Wege.

Du kannst normal arbeiten und in dieser Zeit Weiterbildungen besuchen, wo du die neusten Technologien erlernst. Damit festigst du innerhalb des Unternehmens deine Position als Experte in einem Spezialgebiet.

Weiterhin bietet sich der Weg der Meisterprüfung an. Die Kosten musst du zwar selbst tragen, doch es zahlt sich aus. Wer in die Selbstständigkeit als Meister geht, hat wesentlich höhere Verdienst und Erfolgschancen.

Oder du ziehst abschließend ein Studium an einer Fachhochschule in Betracht. Mit dem Studienabschluss in Fahrzeugtechnik/Automotive Engineering, stehen dir Stellen bis zum Werkstatt/Produktions-Leiter offen.
 

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