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Lehre als Drogist/-in

Die Ausbildung als Drogist/-in



1. Die Tätigkeiten:

Als Drogist ist man vor allem im Einzelhandel in Drogerien oder Drogerieabteilungen tätig. Hier ist man vor allem verantwortlich für den Vertrieb verschiedenster Produkte für Gesundheit, Kosmetik, Ernährung, Hausmittel oder ähnliches. Dabei berät man Kunden und versucht, ein individuell passendes Produkt zu bestimmen, mit dem der Kunde zufrieden sein kann. Im Zuge der Beratung ist auch die Präsentation der Produkte wichtig, um dem Käufer bei der Auswahl zu helfen.

Ebenfalls wichtig ist die Sortimentsgestaltung, um weitere Kundenwünsche oder fehlende Waren aufzuzeigen. Eine weitere Tätigkeit ist, sich um die Bestellung zu kümmern, um Regal- und Lagerbestände konstant zu halten. Allgemein sind hier kaufmännische Bereiche von Belang. Auch die Kaufabwicklung an der Kasse sowie die Preisanpassung und genaue Anfertigung von Inventurlisten kann zu den alltäglichen Arbeiten gehören. Vor den Öffnungszeiten ist auch die Vorbereitung des Lagerraums oder die Regalauffüllung und Überprüfung von Relevanz.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Um eine Lehre im Bereich Drogerie zu beginnen, ist rein rechtlich kein Schulabschluss gefordert. Je nach Arbeitgeber wird unterschiedlich auf Schulnoten wert gelegt. Wichtig ist aber weiterhin, die Ausbildungsbetriebe in Bewerbungsgesprächen durch bewusstes Auftreten und gute Vorbereitung zu überzeugen. Du solltest wissen, warum du genau diesen Beruf und dieses Unternehmen anstrebst und dich vorher gründlich über diese beiden Aspekte informieren.

Besonders wichtig bei dieser Ausbildung ist der Umgang mit Kunden. Selbstverständlich kann fast jeder sagen, dass er gut mit Menschen umgehen kann. In diesem Beruf musst du allerdings mit verschiedenen Typen umgehen und dabei trotzdem genauestens auf Kunden eingehen und Respekt und Feingefühl dem Käufer gegenüber beweisen.

Unfreundliches Verhalten oder unzureichende Auskünfte schrecken Kunden ab und senken deren Zufriedenheit. Du solltest auch auf ein gepflegtes Äußeres achten. Grade in Verbindung mit der Kundenberatung ist es hier wichtig, einen vertrauenswürdigen und ordentlichen Eindruck zu hinterlassen. Ebenfalls zentral ist ein gutes Ausdrucksvermögen und saubere Sprache.

Wichtig ist ebenfalls ein hohes Verantwortungsbewusstsein. Besonders wenn dir übergeordnete Aufgaben zugetragen, wie die Bestellung fehlender Artikel, ist es wichtig, einen Überblick über die aktuellen Bestände zu bewahren. Du musst täglich einige Aufgaben selbstständig erledigen, ohne dass sie dir neu aufgetragen werden müssen. Auch angelegte Wartungslisten oder Inventurlisten über vorhandene Waren müssen mit der größten Sorgfalt angefertigt werden, um Fehler im System zu vermeiden und Prozesse zu vereinfachen. Ein fundiertes Wissen über das Warenangebot ist ebenfalls relevant. Auch bei neuen Produkten solltest du dich über deren Inhaltsstoffe, Vorteile und Nachteile informieren, um nicht einer falschen Zielgruppe ein Produkt zu verkaufen, welches im Endeffekt nicht zu ihnen passt. Somit solltest du allgemein Interesse mitbringen, Neues zu lernen und selbstständig an deinem Kenntnisstand arbeiten.





3. Das Gehalt:

Während des ersten Ausbildungsjahrs liegt das Gehalt zwischen 650 und 740 Euro brutto, welches sich im zweiten Lehrjahr auf 730 bis 820 Euro steigert und sich im letzten Lehrjahr zwischen 840 und 940 Euro befindet. Dieses Gehalt wird in deinem Ausbildungsvertrag festgelegt. Mit zunehmender Ausbildungsdauer wächst auch deine Einbindung in Betriebsabläufe und deine Eigenständigkeit während der Arbeit.

Als ausgebildeter Drogist liegt das Einstiegsgehalt im Bereich von 1300 bis 700 Euro brutto im Monat. Je nach Erfahrungsgrad und sich entwickelnden Fähigkeiten und Verantwortlichkeitsbereichen kann sich der Lohn auf bis zu 2300 Euro brutto entwickeln. Doch auch hier kann man mit Weiterbildungsmaßnahmen oder einem Studium diesen weiter ausbauen.

4. Ablauf der Ausbildung:

In der Berufsschule sind vor allem Grundlagen des Einzelhandels Thema. Auch die Finanzbuchhaltung bereitet dich auf organisatorische Tätigkeiten deines späteren Arbeitsplatzes vor. Warenkunde vermittelt dir das nötige Wissen über verschiedenste Produkte und Verkaufsstrategien sowie Möglichkeiten des Marketings lehren Methoden des Verkaufs. Zentrale Fächer sind zudem Biologie und Chemie, in denen du etwas über Inhaltsstoffe und deren Wirkung besonders in Verbindung mit Medikamenten oder ähnlichem lernst.

Während deiner praktischen Tätigkeiten der Lehre wendest du die gelernten Inhalte an. In Verbindung mit Arbeitskollegen tauschst du Erfahrungen aus und siehst die angewandten Verkaufsstrategien, um sie nachher anzuwenden. Neben der Kundenberatung ist natürlich auch die Sortimentsgestaltung hier wichtig, die für die Vermarktung eines Produktes oft zentral ist.

5. Karrieremöglichkeiten:

Auch wenn du es dir bisher nicht vorstellen konntest gibt es auch als Drogist vielfältige Karrieremöglichkeiten. Neben sehr guten Arbeitsaussichten aufgrund des hohen Anteils von Drogerien oder Drogerieabteilungen am Einzelhandel gibt es auch andere Bereiche, auf die dich eine Ausbildung zum/-r Drogist/-in vorbereiten kann. Ein Beispiel dafür ist die Pharmazie. Sowohl ein mögliches Studium, als auch ein Wechsel in einen Konzern dieses Bereiches über die Weiterbildung Pharmareferent/-in eröffnet dir neue Möglichkeiten. Hier kannst du konkreter im Bereich Marketing arbeiten und deine Produktkenntnisse nutzen, um neue Marketingaktionen zu planen.

Auch ein Studium im Bereich Betriebswirtschaft kann deine Chancen auf einen Karrieresprung enorm verbessern. Während du bereits kaufmännische Tätigkeiten in der Praxis gesehen und ausgeführt hast, kannst du hier dein Wissen über Unternehmensrentabilität, Prozessoptimierung oder Marketing erweitern. Damit hast du vor allem die Möglichkeit, in leitenden Positionen deines Unternehmens zu arbeiten und organisatorische Tätigkeiten auszuführen.

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