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Lehre als Friseur/-in, Perückenmacher/-in und Stylist/-in



Die Ausbildung als Friseur/-in und Perückenmacherin/Stylistin

Friseure bilden eine der zentralen Dienstleistungen im Leben aller Menschen. Sie halten unsere Haare in Form und erfüllen unsere Stylingwünsche.

Allerdings ist der Beruf weitaus vielseitiger als die meisten annehmen.

Abseits vom Haare schneiden, erfüllen Friseure und Friseurinnen viele andere Funktionen in ihrem Betrieb.

1. Die Tätigkeiten

Betreust du gerade nicht einen Kunden und verpasst ihm einen neuen Style, dann hast du im Geschäft noch weitere Aufgaben.

Um immer auf der Höhe der aktuellen Trends zu sein, recherchierst du neue Färbemethoden, Haarschnitte oder pflegst dein Arbeitsmaterial

Denn neben dem eigentlichen Handwerk, bist du auch für die Koordination und Planung hinter jedem Kunden zuständig. Du begrüßt Kunden, vereinbarst Termine oder besprichst auch exklusivere Projekte wie Hochsteckfrisuren für eine Braut.

Und um den neuen Look des Kunden abzurunden, schneidet oder stutzt du Bärte von Männern, zupfst mit der Fadentechnik Augenbrauen oder gibst wertvolle Tipps und Tricks zur optimalen Haarpflege.

Der Alltag als Friseur/-in ist immer von Abwechslung und Kreativität geprägt.

2. Die Anforderungen

Diese Aufgaben erfordern selbstverständlich an gewisses Maß an Bildung und Fachkompetenz.

Die abgeschlossene neunjährige Schulpflicht wird von allen Betrieben vorausgesetzt. Obendrein erwarten die Betriebe eine eigenständige Arbeitsweise, Fingerspitzengefühl beim Schneiden der Haare und selbstverständlich ein hohes Bewusstsein für Hygiene.

Wer am Menschen arbeitet und dazu noch chemische Produkte wie Shampoos, Färbemittel oder Lotion benutzt, muss wissen wie diese nach hygienischen Standards zum Einsatz kommen.

Überdies brauchst du noch Freude am Umgang mit Menschen und eine Service-Einstellung. Das beinhaltet:

- ein freundliches, gepflegtes Erscheinungsbild
- Einfühlungsvermögen (z.B. Gespür für Kundenwünsche)
- Diskretion (z.B. bei Problemen wie Haarausfall)
- Ausdauer (z.B. mehrere Kunden hintereinander betreuen und dabei auf den Beinen sein)

3. Das Gehalt

Im Gegensatz zu anderen Angestellten-Berufen, investiert dein Chef viel Praxis und Arbeitseinsatz in deine Ausbildung.

Demnach ist eine Ausbildung für ihn oder sie eine kostspielige Angelegenheit.

Genau das macht sich im Gehalt während der Lehrjahre bemerkbar, und zwar wie folgt.

Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag (brutto) im Friseurgewerbe (Stand 01.04.2017)
1. Lehrjahr: € 470,-
2. Lehrjahr: € 570,-
3. Lehrjahr: € 770,-
4. Lehrjahr: € 835,-


Die massive Streuung nach der Lehrzeit hängt von dem Status sowie Ruf des Friseursalons ab. Des Weiteren spielt der Standort eine große Rolle. In Großstädten und Ballungsgebieten verdienst du tendenziell mehr.

Nach beendeter Ausbildung hast du einen Einstiegsgehalt von 1200 bis 1390 Euro.

Das ist natürlich im Vergleich sehr gering. Daher gehen viele Friseure nach einigen Berufsjahren den nächsten Schritt zum Friseurmeister/-in, die bis zu 3000 Euro brutto verdienen.



4. Ablauf der Ausbildung

Wieder finden wir hier einen dualen Aufbau der Ausbildung. Die Zeit, die du in der Schule verbringst, ist identisch mit anderen Berufen (circa 20 Prozent).

In der Schule lernst du die Theorie zu Symmetrie und Kopfformen, den Haarpflegeprodukten und wann welche Schere oder Schneidemaschine zum Einsatz kommt.

Im Betrieb lernst du anfangs an "Dummies", also Büsten mit Kunst- bzw. Echthaar. Erst nach ausreichend Übung kommen deine ersten eigenen Kunden, die du betreuen darfst.

5. Karrieremöglichkeiten

Mit deiner Lehrabschlussprüfung (LAP) hinter dir stehen eine Vielzahl an Optionen für dich offen.

Du kannst dich in Bereichen wie Hochzeitsfrisuren weiter spezialisieren oder noch Kurse als Stylist/-in belegen, in denen du lernst Make-Up anzuwenden.

Oder du planst den Schritt in die Selbstständigkeit mit deinem Salon. Hierfür ist allerdings die Meisterprüfung als Friseur/-in zwingend erforderlich.

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