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Lehre als Garten- und Grünflächengestalter/-in

Die Ausbildung als Garten- und Grünflächengestalter/-in





1. Die Tätigkeiten:

Glaubst du, du hast einen grünen Daumen? Und hast du vielleicht seit einiger Zeit selber Pflanzen, um die du dich kümmerst? Wenn ja, dann ist die Ausbildung zum Garten- und Grünflächengestalter, oder wie manche sagen: „Gärtner“ genau das Richtige für dich. Hier machst du nämlich genau das. Du baust Bäume, Zierblumen, Obst und Gemüse oder sonstige Pflanzen an. Dies tust du entweder, um sie nachher zu verkaufen oder indem du Gärten anlegst. Dabei arbeitest du fast das ganze Jahr draußen an der Luft und kümmerst dich jeden Tag um dein Saatgut oder deinen Sprössling.

Bei der Gärtnerei gibt es sieben verschiedene Fachrichtungen. Das erste ist die Baumschule, wo du dich natürlich mit der Züchtung von Bäumen und deren Pflege befasst. Dazu gehört nicht nur das Gießen, sondern auch das Düngen, das Umgraben oder der Schnitt dazu. Du kennst dich mit geeigneten Böden oder der benötigten Menge an Sonnenlicht aus und verkaufst deine Bäume meist nachher.

Wenn du nicht nur verkaufen willst, sondern langfristig gestalten willst, ist Garten- und Landschaftsbau die richtige Fachrichtung. Zum Beispiel in Parks, auf Grünflächen oder auch in privaten Gärten pflanzt du Blumen, Bäume, Büsche und vieles mehr an. Du bist selber verantwortlich für das Aussehen der Fläche und sorgst für Ordnung. In diesen Bereich spielt auch die Friedhofsgärtnerei mit hinein, in der du sowohl neben als auch auf den Gräbern das Aussehen durch Pflanzen gestaltest.

Im Gemüse- und Obstbau arbeitest du verstärkt mit Maschinen, da teilweise große Flächen bewirtschaftet werden müssen. Da es sehr viele verschiedene heimische Obst- und Gemüsesorten gibt, musst du dich mit diesen und den notwendigen Bedingungen individuell auskennen. Zuletzt kommen Stauden- und Zierpflanzengärtnerei, wo besonderes Feingefühl gefragt ist.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Als Garten- und Grünflächengestalter ist ein gewisses technisches Verständnis notwendig. Dies kommt jedoch auf die Fachrichtung an. Nicht in jedem Bereich der Gärtnerei werden diese eingesetzt, aber vor allem im Obstbau und Gemüsebau musst du immer wieder auf maschinelle Hilfsmittel zurückgreifen.

Mit diesen musst du sehr vorsichtig umgehen, da die behandelten Pflanzen oft empfindlich sind. Du musst viel Feingefühl zeigen, vor allem im Ziergartenbau. In allen Bereichen gilt es, sehr sorgfältig zu arbeiten. Vor allem bei dem Einsatz von Düngemitteln muss genau überprüft werden, ob man zu viel oder zu wenig benutzt.

Damit du für den Umgang mit Pflanzen ein Verständnis erwähnst, musst du auch an biologischen Aspekten interessiert sein. Oft gibt es sehr viel spezifisches Wissen, was es zu berücksichtigen gibt, da nicht jede Pflanze gleich behandelt werden kann. Du solltest sowohl ein gutes Gedächtnis für die Namen der Pflanzen haben, als auch für die individuellen Eigenschaften wie Wasserbedarf, Lichtbedarf und optimalen Boden Interesse zeigen und dir diese einprägen können.

In anderen Bereichen, wie im Garten- und Landschaftsbau steht Kreativität an erster Stelle. Man muss hier ein Gefühl für Farben besitzen und entwickeln, um die Kombination verschiedener Blumenarten bestimmen zu können. Wie man bestimmte Winkel und Ecken pflanzlich belebt, erfordert manchmal viel Erfindergeist und muss vorher genau geplant werden.

Sehr wichtig ist auch, gerne im Freien zu arbeiten. Auch bei unangenehmem Wetter musst du bereit sein, draußen Zeit damit zu verbringen, dich um deine Pflanzen zu kümmern. Außerdem musst du geduldig sein, da eine Pflanze selbstverständlich nicht in wenigen Tagen wächst. Besonders beim Anbau von Bäumen musst du kontinuierlich die Pflege derselben durchführen, damit ein gutes Endergebnis daraus resultiert.

3. Ablauf der Ausbildung:

Schwerpunkte während deiner schulischen Ausbildung sind Biologie und Kunst. Ersteres vermittelt dabei spezifische Inhalte zu deiner gewählten Richtung und die Eigenschaften der verschiedenen Blumen, Bäume und so weiter. Im Fach Kunst spielen Farbkontraste eine wichtige Rolle. Welche Kombinationen eine besonders große Wirkung erzielen und welche Farben sich „beißen“ gehört dabei zu den Inhalten.

In der Praxis lernst du sehr schnell den Umgang mit den Pflanzen. Das Umpflanzen, Gießen, Düngen und andere Tätigkeiten können sehr schnell in deinen Arbeitsalltag integriert werden.

4. Das Gehalt:

Wer als Gärtner eine Ausbildung beginnt, erwartet vielleicht ein eher schlechtes Gehalt, wie so oft bei kreativen Berufen. Doch sowohl beim Ausbildungsgehalt als auch bei deinem Folgegehalt kann man sich nicht beklagen. Im ersten Lehrjahr liegt dein Gehalt zwischen 550 und 670 Euro brutto. Es steigt dann im zweiten Jahr um etwa 100 Euro im Monat. Das letzte Ausbildungsjahr hält dann, abhängig von Betrieb und Richtung, zwischen 800 und 950 Euro monatlich für dich bereit.

Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2000 bis 2300 Euro brutto im Monat. Das ist ein Gehalt, was sich zu Beginn absolut sehen lassen kann. Begründet ist dies auch stark durch die schnelle Integration in praktische Tätigkeiten während deiner Ausbildung und die somit bereits in gutem Maße vorhandene Erfahrung.

5. Karrieremöglichkeiten:

Dein Gehalt kannst du noch wesentlich aufstocken, wenn du durch Weiterbildungen dein Wissen erweiterst. Du kannst noch effizienter arbeiten und erhältst größere Verantwortungsbereiche. Dadurch sind bis zu 2800 Euro brutto im Monat möglich. Als Gärtnermeister und beispielsweise durch Studiengänge im Gartenbau sind bis zu 3500 Euro im Monat möglich. Auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen, ist oft eine interessante Möglichkeit.

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