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Lehre als Hörgeräteakustiker/-in

Die Ausbildung als Hörgeräteakustiker/-in





1. Die Tätigkeiten:

Als Hörgeräteakustiker/-in bist du für die Beratung von Menschen mit Gehörstörungen verantwortlich. Du arbeitest mit diesen zusammen, indem du im Kundenkontakt das bestmögliche Gerät ermittelst. Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, da die Bewahrung des Gehörs für jeden Menschen unheimlich wichtig ist. Sei es Altershörschwäche, hohe Geräuschbelastung während des Arbeitsalltags oder anderweitige Schädigungen, du hilfst den Menschen, ihre Hörbeeinträchtigungen zu vergessen.

Zunächst einmal führst du mit deinem Patienten verschiedene Tests durch. Das individuelle Hörvermögen wird dabei gemessen. Schwächen in besonderen Höhen oder Tiefen werden ermittelt. Auch das Hörvermögen unter Einfluss von Störgeräuschen wird überprüft. Aus diesen Ergebnissen kannst du mit dem Kunden in einem Gespräch über die Ergebnisse seine individuellen Höranforderungen bestimmen und über optische Anforderungen an das Hörgerät reden.

Um die Größe des Hörgeräts individuell zu bestimmen, musst du Abdrücke von dem Gehörgang anfertigen. Durch eine Kunststoffmasse, die dann weiterverarbeitet wird, kannst du die passenden Maße bestimmen. Der daraus entstehende Acrylabguss muss genau geschliffen werden sowie auf seine Passform beim Kunde überprüft werden. Wurde dieses Teil dann verbaut, ist die akustische Feineinstellung relevant. In Zusammenarbeit mit dem Kunden musst du ermitteln, wie diese optimal vorgenommen werden kann. Nachdem der Kunde sein Gerät erhalten hat, bist du für die ständige Überprüfung, für die Reparatur und für Reinigungen zuständig. Langfristig begleitest du deine Kunden und hilfst ihnen, in ihrem Alltag besser klarzukommen.

Der Kundenservice ist jedoch nicht dein einziger Tätigkeitsbereich. Auch viele kaufmännischen Tätigkeiten werden in diesem Beruf sehr wichtig. Das Vergleichen von Angeboten der Zulieferer und die Bestellung von Hörgeräte, Abrechnungen oder Werbekampagnen: Der Hörgeräteakustiker ist sozusagen alles in einem Paket. Obwohl du medizinische Behandlung betreibst, ist auch dieser kaufmännische und organisatorische Bereich wichtig.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Als Hörgeräteakustiker ist vor allem eins wichtig: Geduld, Geduld, Geduld. Die Tests nehmen oft sehr viel Zeit in Anspruch und Kundengespräche über individuelle Anforderungen können sehr lang werden. Du musst ein Verständnis dafür entwickeln, dass die Menschen alltägliche, omnipräsente Einschränkungen aushalten müssen. Der Kundenservice ist hier also besonders wichtig. Erkläre deinen Kunden Funktionen und sei immer höflich zu ihnen.

Wenn du gerne mit Menschen arbeitest, musst du dich in diesem Beruf auf sehr viele verschiedene und neue Patienten einstellen können. Du solltest also nicht scheu sein, wenn es um den Umgang mit Fremden geht, damit du diese ebenfalls professionell und individuell beraten kannst.

Auch das handwerkliche Arbeiten sollte dir leicht von der Hand gehen. Reparaturen, Wartungen und andere Aufgaben müssen von dir zuverlässig und sicher erledigt werden. Dabei musst du sorgfältig und genau arbeiten, genau wie beispielsweise bei den Abdrücken.

3. Ablauf der Ausbildung:

Während deiner Ausbildung besuchst du natürlich auch die Berufsschule, um dir das theoretische Wissen für deinen Arbeitsalltag anzuordnen. Dabei lernst du beispielsweise etwas über den Aufbau des Ohrs, etwa die Funktionen des Außen-, Mittel- und Innenohrs. Dazu gehören auch Kenndaten über das Gehör und welches Volumen als angenehm empfunden ist. Außerdem enthält dein Biologie-Kurs auch Informationen über den Zusammenhang zwischen Hörbeeinträchtigung und Sehschwäche. Ein weiteres wichtiges Fach ist Physik. In diesem Themenbereich wirst du über Frequenzen unterrichtet werden und erlernst die Funktionsweise der Hörgeräte.

Auch praktische Fächer, die in Zusammenhang mit Handwerk und Technik stehen, gehören zu deiner Berufsschule. Du lernst die verschiedenen Verfahren kennen, die bei der Erstellung eines Hörgeräts eingesetzt werden.

In der Praxis lernst du, wie man diese Techniken und Verfahren im Betrieb anwendet. Du lernst von deinen Kollegen und wirst dann an eigenständige Messungen herangeführt. Auch die Erstellung der Abdrücke wird erst am Modell und später am Kunden erlernt. Auch der allgemeine Kundenservice und der kaufmännische Aspekt mit Bestellungen und Rechnungen gehört in dieser Ausbildung schnell zu deinem Alltag.

4. Das Gehalt:

Zugegebenermaßen wirst du mit deinem Ausbildungsgehalt nicht reich, aber das wird man nie. In deinem ersten Ausbildungsjahr verdienst du zwischen 400 und 520 Euro, abhängig von Betrieb und Region. Dein zweites Gehalt steigt dann auf 450 bis 600 Euro brutto an und in deinem letzten Ausbildungsjahr erhältst du zwischen 490 und 700 Euro. Dein Einstiegsgehalt befindet sich zunächst zwischen 1400 und 1900 Euro, dies bleibt jedoch nicht so.

5. Karrieremöglichkeiten:

Als ausgebildeter Hörgeräteakustiker kannst du dich durch Weiterbildungen für höhere Gehaltsklassen qualifizieren. Auch einige Studiengänge wie ein Bachelor in Medizinischer Technik öffnen dir neue Möglichkeiten.

Durch berufliche Weiterbildungen wie den Hörakustikmeister ist es möglich, bis zu 4000 Euro brutto monatlich zu verdienen! Außerdem hast du die Möglichkeit, einen eigenen Betrieb zu eröffnen und deinerseits Azubis auszubilden. Dieser Schritt birgt jedoch natürlich ein gewisses Risiko, weshalb die Gründung eines Start-Ups genau geplant werden muss.

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