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Lehre als Konstrukteur/-in

Die Ausbildung als Konstrukteur/-in





1. Die Tätigkeiten:

Als Konstrukteur/-in arbeitest du hauptsächlich in der Industrie. Hier bist du vor allem zuständig für Entwicklung sowie Verbesserung und den Aufbau von Teilen, welche für Maschinen und Geräte gebraucht werden, aber auch für alltägliche Produkte.

Anhand von Computertechnik wird dabei ein Modell des Teils angefertigt. Daraufhin werden diese weiterentwickelt und optimiert, sobald eine Fehlerquelle erkannt wird oder ein Funktionsausfall auftreten könnte. An dieser Stelle müssen dann Änderungen vorgenommen werden. Diese Aufgaben bekommt man meist durch die Rückmeldung aus der Produktion, in welcher Fehler festgestellt werden.

Besonders wichtig ist die Arbeit mit anderen Abteilungen. Vor allem in Bezug auf Kunden gilt es, deren Wünsche einzubeziehen. Andererseits müssen auch Materialkosten im Auge behalten werden. Auch Vorgaben, durch Pflichthefte gegeben, Qualitätsnormen oder andere Regularitäten sind zu berücksichtigen.

Die Erarbeitung erfolgt mit anderen Entwicklern, indem sie Verbesserungsvorschläge skizzieren oder modellieren und besprechen. Gemeinsam wird dann über weitere Vorschläge oder möglicherweise auftretende Fehler beraten und gemeinsam eine Lösung gefunden. Das dann digital erstellte Modell wird für die Produktion mit allen erforderlichen Daten, wie Maßen, Werkstoffen usw. bereitgestellt. Zunächst wird anhand eines Prototyps überprüft, ob die Idee bereits ausgereift ist oder noch Fehler aufweist.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Wie bereits angesprochen ist die Teamarbeit unheimlich wichtig. Dabei muss Wissen anderer einbezogen und respektiert werden. Die Kooperation ist wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Oft haben Mitarbeiter unterschiedliche Stärken und tieferes Verständnis für spezielle Aspekte.

Vor allem ist auch technisches Verständnis gefragt. Man muss sich für die Beschaffenheit eines Produktes interessieren und auch im Bereich Elektronik keine Scheu haben. Mathematisches Wissen ist ebenfalls relevant, um einerseits bei Maßen und Produktbedarf genau zu arbeiten, aber auch um Rentabilitätsrechnungen durchführen zu können. Lösungsorientiertes Arbeiten ist sehr gefragt. Du bekommst in den meisten Fällen nicht einfach einen Haufen Papiere und Arbeit, die du abarbeiten musst, sondern bekommst Probleme vorgesetzt, die gelöst werden müssen. Wie sie gelöst werden können ist deine Aufgabe herauszufinden. Somit ist es hier nicht damit getan, einfach nur per Gewohnheit seine Arbeit zu erledigen, sondern immer wieder neue Lösungen zu finden.

Deswegen solltest du auch mit aktuellen Standards vertraut sein. Auch in Bezug auf Kunden musst du aktuelle Trends kennen, um beispielsweise beim Design von Produktteilen den Wünschen deiner Zielgruppe zu entsprechen.

Die Sorgfalt wird vor allem bei Dokumentationen gefragt. Sämtliche Änderungen müssen ordentlich und verständlich notiert werden, um denen, die sie später einbeziehen müssen, die Arbeit zu erleichtern. Auch bei der Erstellung von PC-Modellen muss sehr präzise gearbeitet werden, damit keine Fehler entstehen und Teile passend hergestellt und verbaut werden können.

Ein hohes Maß an Kreativität wird in diesem Beruf oft gebraucht. Wenn bewährte Modelle und Prinzipien nicht funktionieren müssen manchmal Alternativen gefunden werden und neue Arten, eine Maschine funktionieren zu lassen, gefunden werden. Auch bei der Erschaffung eines Produktes und der Planung ist oft Querdenken erfordert.

3. Ablauf der Ausbildung:

Die Inhalte deiner Ausbildung sind sehr umfangreich. Teilweise werden diese aber auch durch die gewählte Fachrichtung beschränkt. Besonders wichtig sind bei einer Tätigkeit als Konstrukteur notwendig sind. Auch Informatik und Physik sind sehr wichtig, um einerseits mit den computergestützten Programmen und Arbeitssystemen klarzukommen und andererseits die Beschaffenheit und Voraussetzungen eines Einzelteils beurteilen zu können.

Auch thematische Englischkenntnisse sind oft vonnöten. Ein weiterer Aspekt ist Maschinentechnik und Elektronik, je nach Fachrichtung. Besonders interessant ist noch der Bereich des Projektmanagements. Oft gilt es, Prototypen zu erstellen und um die Vorgehensweise bei einem derartigen Projekt zu erlernen, werden dir in der Berufsschule die Grundlagen vermittelt.

Während des praktischen Teils werden die theoretischen Inhalte angewandt. Du wirst langsam an die Denkweise und allgemeinen Aufgaben herangeführt. Da diese oft sehr komplex sind, wirst du Schritt für Schritt durch die Analyse von vorherigen Projekten und die Partizipation am Wissen von bereits Berufserfahrenen an das Arbeiten als Konstrukteur gewöhnt.

4. Das Gehalt:

Im ersten Lehrjahr kannst du schon zu Beginn mit 830 bis 930 Euro brutto rechnen. Das zweite Lehrjahr enthält mehr Aufgaben und steigert dein Gehalt auf 910 bis 980 Euro. Während des dritten Lehrjahres arbeitest du immer effektiver und unterstützt die Prozesse deines Betriebs, sodass dein Lohn auf 970 bis teilweise 1100 Euro ansteigt. Auch das Einstiegsgehalt als Konstrukteur ist bereits sehr ansprechend. Schon zu Beginn winken monatlich ca. 2500 Euro brutto. Über weitere Qualifikationen und mit steigendem Erfahrungsgrad kann sich dieses auf bis zu 3400 Euro steigern.

5. Karrieremöglichkeiten:

Als Konstrukteur gibt es viele verschiedene Branchen, die dir einen Beruf anbieten. Beispielsweise in der Automobilindustrie werden viele Querdenker und Innovatoren mit Spitzengehältern gesucht. Ebenfalls möglich ist die Berufsprüfung, mit der du den Abschluss zum Technischen Kaufmann o.ä. erreichen kannst. Weitere Fortbildungen können dir den Titel des Industriemeisters einbringen. Der Besuch einer Fachschule kann ebenfalls ein Diplom in der Konstruktionstechnik, im Maschinenbau oder in der Elektrotechnik erzielen, durch welches dein Gehalt noch einmal zusätzlich aufgebessert wird und deine Kompetenzen erweitert werden.

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