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Lehre als Lebensmitteltechniker/-in

Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik





1. Die Tätigkeiten:

Der/Die Lebensmitteltechniker/-in gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung. Die ansteigende industrielle Produktion von Nahrungsmitteln hat schon lange völlig neue Zweige eröffnet, um Menschen unter Zeitdruck und in intensiven Arbeitsphasen mit Fertigprodukten trotzdem ein Geschmackserlebnis bieten zu können. An dieser Idee wirkst du als Lebensmitteltechniker mit. Bei der Herstellung der Produkte bist du dafür verantwortlich, dass diese am Ende „gut schmecken“. In vielen Unternehmen ist die Produktion sehr abwechslungsreich, sodass immer neue Schwerpunkte gesetzt werden und du mit neuen Herausforderungen konfrontiert wirst. Deine Hauptaufgabe besteht daraus, aus Rohstoffen Lebensmittel oder Fertiggerichte herzustellen. Dafür müssen die Stoffe vorher getestet und analysiert werden. Besonders nach Ankunft frischer Ware ist es wichtig diese auf Schadstoffe oder zu hohe Konzentrationen von Stoffen zu überprüfen. Auch während der Herstellungsprozesse musst du auf Fehler überprüfen und kannst Verbesserungen vornehmen.

In der Verarbeitung der Waren ist der Umgang mit Maschinen sehr wichtig. Für die Verkleinerung, Erhitzung oder andere Fertigungsschritte sind Anlagen notwendig, an denen du arbeitest und mit denen du umgehen musst. Zuletzt führst du eine Qualitätskontrolle durch und testest dein Produkt zum Beispiel auf sein Gewicht oder auf seine Größe.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Während der Arbeit als Lebensmitteltechniker ist sowohl das selbstständige Arbeiten als auch die Teamfähigkeit wichtig. Dies mag zunächst kontrovers klingen, jedoch ist beides zentraler Inhalt deiner Tätigkeit. Zum einen ist es wichtig, eigenständig Kontrollen durchzuführen, ohne dafür konkrete Anweisungen zu bekommen. Das ist unerlässlich, um beim Endprodukt überhaupt ein hohes Qualitätsniveau garantieren zu können. Ansonsten entstehen hohe Kosten, beispielsweise bei permanenter Übergröße der Produkte oder die Kundenzufriedenheit sinkt, etwa durch veränderten Geschmack der Ware.

Andererseits ist auch die Teamfähigkeit wichtig, um Prozesse gemeinsam zu planen und Verantwortlichkeiten genau aufzutragen. Auf diese Weise entstehen keine Fehler und jeder Mitarbeiter bekommt eine konkrete Aufgabe zugeteilt, um effizienter arbeiten zu können.

Weiterhin wichtig ist die Sorgfalt bei der Herstellung. Vor allem bei der Mischung der Rohstoffe gilt es, die Mengen genau zu bestimmen. Ebenso muss die Größe genau stimmen und viele andere Faktoren der Norm entsprechen. Auch die Qualitätskontrollen bedürfen ordentlicher Arbeit, da fehlerhafte, verkaufte Produkte oft eine sehr hohe Reichweite hat. An den auftretenden Lebensmittelskandalen erkennt man, dass hier die verantwortlichen Überprüfer nicht so gearbeitet hatten, dass eine Verbreitung von fehlerhafter Ware hätte ausgeschlossen werden können. Du musst dir der hohen Verantwortung bewusst sein, die du trägst. Besonders bei Schadstoffen oder Krankheitserregern ist direkt eine große Masse an Menschen befolgen, wenn diese in den Umlauf geraten und konsumiert werden. Daher ist es besonders wichtig, nicht unordentlich zu arbeiten, sondern besser zweimal hinzuschauen.

Um von Beginn an diese Gefahren zu vermeiden ist ein hohes Hygienebewusstsein notwendig. Zum Beispiel ist vor der Arbeit ist Desinfizieren unerlässlich. Des Weiteren muss die Arbeitskleidung jederzeit sauber sein. Handschuhe vermeiden, dass Bakterien von den Händen in die Nahrung gelangen. Auf diese Sachen muss unbedingt Wert gelegt werden. Ebenfalls wichtig ist konstante Konzentration. Du musst dir einen guten Überblick über den gesamten Ablauf der Herstellung verschaffen sowie mögliche Fehlerquellen kennen. Die nötige Umsicht hilft dir, alle Bereiche im Auge zu behalten. Vom Rohstoff bis zum Endprodukt bist du für die Überwachung verantwortlich und darfst deine Ware nicht unbeaufsichtigt lassen.

Ein weiterer Punkt ist das technische Verständnis. Für fast alle Abläufe werden Maschinen genutzt, welche teilweise kompliziert zu bedienen sind. Um ihre Funktion zu verstehen musst du sowohl eine schnelle Auffassungsgabe besitzen als auch dich für diesen Bereich begeistern. Auch für Chemie und Biologie musst du dich interessieren, da du im Labor bei der Analyse der Rohstoffe viel über deren Inhaltsstoffe, über Mineralien oder ähnliches wissen musst. Sowohl die Zusammensetzung der Stoffe als auch deren biologische Bedeutung für den menschlichen Körper müssen dir hier bekannt sein.

3. Ablauf der Ausbildung:

Beim schulischen Teil der Ausbildung, welcher einmal oder zweimal wöchentlich stattfindet, sind Biologie und Chemie Schwerpunktfächer. Auch mathematische Fähigkeiten sind für den Umgang mit Maschinen wichtig sowie für die Berechnung von Verhältnissen beim Mischen der Rohstoffe. Im Praxisteil lernst du langsam die Bereiche der Lebensmittelproduktion kennen. Nicht nur die Produktion, sondern auch die Erforschung neuer Produkte oder Verbindungen, sowie der Vertrieb oder das Marketing werden dir nähergebracht. Praktische Methoden, die Produktqualität zu prüfen sowie die praktische Benutzung der Maschinen und die Planung deiner Arbeitsabläufe sind wichtig und werden vermittelt. Dir werden Optimierungen von Prozessen und Arbeitsschritte erklärt, damit du mit den gegebenen Ressourcen optimal wirtschaften kannst.

4. Das Gehalt:

Im ersten Lehrjahr erhältst du 590 bis 730 Euro brutto, dies steigt im zweiten Jahr auf 670 bis 840 Euro an, bis im dritten Lehrjahr zwischen 760 und 960 Euro erzielt werden. Nach der Ausbildung steigt dein Gehalt auf 1800 bis 2500 Euro brutto an. Mit fortschreitender Berufserfahrung sowie Weiterbildungen kannst du dieses weiter verbessern. Bis zu 3200 Euro brutto sind als Industriemeister in dieser Branche möglich.

5. Karrieremöglichkeiten:

Die Berufschancen in der Lebensmittelindustrie werden immer besser. Durch zusätzliche Qualifikationen kannst du zunächst dein Gehalt aufbessern. Auch gibt es sehr viele verschiedene Branchen, wie die Getränkeindustrie usw. welche einen aufregenden Arbeitsplatzwechsel ermöglichen können. Durch ein Studium, welches auch in Richtung Wirtschaft orientiert sein kann erwirbst du völlig neue Qualifikationen und kannst dich in die übergeordneten Organisationseinheiten deines Unternehmens hocharbeiten.

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