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Lehre als Tischler/-in

Die Ausbildung als Tischler/in

Seit die Menschen sesshaft sind, brauchen sie Möbel. Und genau ab da kam der Beruf des Tischlers zustande. Und auch heute noch besitzt der Beruf mehr Relevanz denn je. Holz gilt immer noch als Rohstoff der Zukunft und als Tischler lernst du den professionellen Umgang damit.



1. Die Tätigkeiten

Ganz anders als der Name vermuten lässt, stellst du nicht nur Tische her, sondern jegliche Möbel, Gegenstände und Strukturen aus Holz.

Dein Ausbildungsbetrieb bestimmt dabei die Form deiner Arbeit. In kleinen Familienbetrieben stellst du kleine, exklusive Einzelteile her, während du in der Holz- und Möbelindustrie an Serienprodukten im großen Stil arbeitest.

So kann dies bedeuten, dass du in einem Möbel-Unternehmen speziell für den Lattenrost eines Bettes zuständig bist, während du im Kleinbetrieb einen Stuhl von Anfang bis Ende herstellst - mit allem was dazu gehört. Die Herstellung jeglicher Gegenstände fordert dir nicht nur Säge und Hammer ab. Auch die fachgerechte Aufbereitung und Nachbereitung des Holzes nimmst du vor.

Schleifen, Abmessen und Lackieren/Beizen gehören ebenso dazu wie die erweiterten Verbindungstechniken in Form von Nuten, Zapfen, Leimen oder Nägeln. Aber nicht nur in der Werkstatt trumpfst du auf. Im Kundengespräch hilfst dem Interessenten seine Vision vom perfekten Holzwerk festzustellen und anschließend herzustellen.

2. Anforderungen und Qualifikationen

Tischler und Tischlerinnen müssen im Regelfall auch die neunjährige Schulpflicht erfüllt haben, doch wie in kaum einem anderen Beruf spielt auch Talent eine Rolle. Bist du schon von Natur aus handwerklich geschickt, so ist das ein großer Pluspunkt. Auch eine solide körperliche Verfassung spielt dir in die Hände. Denn Tischler haben eine körperlich ambitionierte Arbeit, bei der Sie - allen modernen Geräten zum Trotz - Kraft aufwenden müssen.

Je nach Ausbildungsstelle bedarf es außerdem einen Sinn für Geschmack und Ästhetik von Möbeln. Und obendrein eine ruhige Hand beim Zeichnen von Skizzen. Diese sind besonders bei der Einzelproduktion von sehr hohem Stellenwert.

Hinsichtlich der "weichen" Fähigkeiten, ist ein hohes Sicherheitsbewusstsein mit viel Aufmerksamkeit Pflicht. Denn du hantierst mit scharfen Sägen, schnellen Holzschleifern und natürlich dem Hammer. Wer nicht aufpasst und sorgfältig vorgeht, kann sich leicht verletzen.

Aus diesem Grund legt der Betrieb sich selbst und vor allem dir zuliebe, sehr viel Betonung auf eine sichere, eigenständige und sorgfältige Arbeitsweise. Das trifft gleichermaßen auf den Umgang mit den Kunden zu. Kein Tischler kann es sich heutzutage erlauben, sich nur in der Werkstatt aufzuhalten. Kreative Arbeit heißt auch kreatives Verkaufen.

3. Das Gehalt

Tischler/innen verdienen im absoluten Vergleich äußerst gut. Das liegt natürlich auch daran, dass die Arbeit ihnen viel Fingerspitzengefühl und Kreativität abverlangt. Das will entsprechend vergütet werden.

Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag (brutto) für das Tischlergewerbe: (Stand 01.05.2017)
1. Lehrjahr: € 599,-
2. Lehrjahr: € 752,-
3. Lehrjahr: € 884,-
4. Lehrjahr: €995,-


Nach abgeschlossener Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt im Bereich von 1470 bis 2100 Euro, womit der Tischlehrberuf allgemein im Durchschnitt einzuordnen ist.

4. Ablauf der Ausbildung

Der Beruf des Tischler/in ist ein klassischer Lehrberuf, was beutetet, dass du neben der Arbeit im Betrieb zusätzlich die Berufsschule besuchst. Diese nimmt in der Regel ungefähr 20 Prozent deiner gesamten Arbeitszeit ein und ist meistens in der Arbeitswoche untergebracht. Block-Unterricht ist eher selten.

Gegen Ende der Ausbildung steht deine Lehrabschlussprüfung an. Mit dem Bestehen dieser Prüfung bist du offiziell ausgelernt und kannst dich deiner Weiterbildung widmen.

5. Karrieremöglichkeiten

Bist du für ein großes Unternehmen tätig, ist es ohne Probleme möglich alleine durch Berufserfahrung und gelegentliche Kurse zum Arbeitsvorbereiter/in oder Vorarbeiter/in aufzusteigen. Am Ende führst du ein Team von Tischler/innen und kontrollierst diese in ihrer Arbeit.

Allerdings ist die Selbstständigkeit - Meisterprüfung erforderlich - auch ein plausibler Weg, vor allem wegen der kreativen Komponente.

Hast du gute Einfälle und kannst die Wünsche der Kunden präzise umsetzen, steht einem erfolgreichen Unternehmen nichts im Wege.

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