Neue Lehrstellen per WhatsApp

Lehre als Werkstofftechniker/-in

Die Ausbildung als Werkstofftechniker/-in





1. Die Tätigkeiten:

Werkstofftechniker sind überwiegend im Labor tätig. Ihre Hauptaufgaben sind nämlich die Analyse und anschließende Beurteilung unterschiedlichster Rohstoffe. Jedoch fallen nicht nur pure Rohstoffe in ihre Hände. Fertige Maschinenteile oder ähnliche Kleinteile untersuchen sie ebenfalls, um ihre tatsächliche Qualität festzustellen. Innerhalb der Industrie spielen Werkstofftechniker eine wichtige Rolle, da sie über physikalisches und chemisches Wissen verfügen. Ihr Gutachten entscheidet darüber, an welchem Ort und zu welchem Zweck ein Rohstoff bzw. Arbeitsmaterialien eingesetzt werden.

Damit die Materialien die geforderte Qualität erfüllen und alle gängigen Sicherheitsstandards erfüllen, nehmen Werkstofftechniker beispielsweise Tests an folgenden Eigenschaften vor:

• Beständigkeit bei extremen Temperaturschwankungen
• Zugfestigkeit
• Grad der Materialhärte
• Bestimmung der chemischen Zusammensetzung eines Stoffes

Bei den einzelnen Untersuchungen stehen je nach Einsatzzwecke den Werkstofftechnikern unterschiedliche Geräte zur Verfügung. Sie bedienen präzise Röntgengeräte, beobachten per Mikroskop Teilchenbewegungen oder untersuchen Strukturen mithilfe von Ultraschall-Geräten. Um ein klares Bild der Ergebnisse vorliegen zu haben, wird der gesamte Testverlauf genaustens protokolliert. Hierfür nutzen sie branchenspezifische Software Programme und modernste Computertechnologie.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

DieAnforderungenanWerkstofftechnikersindimVergleichzuähnlichenBerufen im technisch-chemischen Umfeld relativ hoch. Das hängt mit der großen Verantwortung im Beruf zusammen, da sich Unternehmen auf deren Urteil verlassen. Exzellente Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Physik, Chemie und zusätzlich Mathematik sind stark anzuraten. Darüber hinaus ist eine stark ausgeprägte analytische Logik wichtig für den Berufserfolg. Derlei Kompetenzen kommen dann zum Tragen, wenn die Testergebnisse richtig eingestuft werden müssen. Das Berufsfeld der Werkstofftechniker hängt in hohem Maße von Technologie und Software ab. Deswegen sind gute EDV-Kenntnisse ebenso abverlangt wie ein solides Technik-Wissen. Es ist definitiv empfehlenswert, dass du dich schon vor Ausbildungsstart in der Freizeit mit Technikthemen befasst hast.

Abschließend musst du in der Lage sein, höchst aufmerksam den Verlauf der Tests nachvollziehen zu können. An dieser Stelle kommt eine ausgeprägte Beobachtungsgabe gelegen. Das Präparieren der Tests und die Auswertung der Ergebnisse erfolgt in enger Abstimmung mit Labor-Kollegen. Deswegen ist Teamfähigkeit ein weiteres, wichtiges Einstellungskriterium.

3. Das Gehalt:

Werkstofftechniker verdienen im guten Branchendurchschnitt. Wie in vielen technischen Beruf existieren hier auch Schwankungen. Das liegt allen voran daran, dass der Beruf in fast der gesamten, produzierenden Industrie vertreten ist.

• Jahr 1: 750 bis 850 Euro
• Jahr 2: 790 bis 940 Euro
• Jahr 3: 850 bis 1020 Euro

Nach der Lehre beginnt das Einstiegsgehalt zwischen 1800 Euro und 2500 Euro.

4. Ablauf der Ausbildung:

Als Modulberuf ist die Lehre an den Abschluss der jeweiligen Berufe gekoppelt. Das Grundmodul „Werkstofftechnik“ gewählt dauert die Ausbildung drei Jahre an. Wird noch das Hauptmodul „Werkstoffprüfung“ und das Spezialmodul „Wärmebehandlung“ mit eingerechnet, steigt die Ausbildungsdauer auf 3,5 Jahre an. Eine Alternative ist auch ein Studium des Fachs „Werkstofftechnik“ an einer technisch-orientierten Universität. Das Studium dauert in diesem Falle fünf Jahre an.

5. Karrieremöglichkeiten:

Der Beruf hat äußerst gute Zukunftsperspektiven. Denn in der Industrie bleibt die Nachfrage nach neuen, innovativen Materialien weiterhin hoch, wodurch Werkstofftechniker stets eine Anstellung finden werden. Weitere Möglichkeiten stehen offen, wenn der ausgelernte Werkstofftechniker noch betriebswissenschaftliches Wissen hinzuerwirbt. Dann wären nämlich auch die Beratung von Geschäftskunden oder Privatkunden eine Perspektive. Demnach liegt für Werkstofftechniker allgemein ein großes Tätigkeitsfeld in beratender Rolle offen.

PREMIUM PARTNER

  • Erste Bank
  • HORNBACH Baumarkt GmbH
  • D. SWAROVSKI KG
  • Gebrüder Weiss GmbH