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Lehre als Personaldienstleister/-in

Die Ausbildung als Personaldienstleister/-in





1. Die Tätigkeiten:

Ein Unternehmen kommt oft in die Situation, dass aufgrund verschiedenster Gründe Personal fehlt. Sei es eine Expansion des Unternehmens, die zu erhöhtem Bedarf führt, krankheitsbedingte Ausfälle oder wechselnde Mitarbeiter: Neues Personal muss beschafft werden, welches für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert ist und sich wirtschaftlich effizient in das Unternehmen integriert. Die Aufgabe, diese Angestellten zu suchen und Personalbeschaffung zu betreiben, fällt Personaldienstleistern zu. Diese richten ihre Angebote an geeignete Bewerber, indem sie deren Profil überprüfen und dieses mit dem Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle abgleichen. Außerdem werden Beratungsgespräche geführt und Lohnabrechnungen erstellt.

Bei der Personalbeschaffung überprüfen sie, ob man durch internes Personal eine Stelle besetzen kann. Die Beratungsgespräche beziehen sich dann auf diese erweiterten Karrieremöglichkeiten und behandeln die Interessen der bereits bestehenden Mitarbeiter.

Ist die interne Beschaffung nicht möglich, weil einerseits zu wenig Personal zur Verfügung stände oder eine benötigte Qualifikation nicht gegeben ist, muss man zur externen Personalbeschaffung übergehen. Hier werden genaue Profile erstellt, welche Qualifikationen benötigt werden und welcher Beschäftigungszeitraum angedacht ist. Außerdem spricht die Personalabteilung mit anderen Abteilungen und der Unternehmensleitung über das verfügbare Budget und das daraus resultierende mögliche Gehalt. Die Profile werden dann als Stellenanzeigen veröffentlicht oder einzelne Personen mit den benötigten Fähigkeiten initiativ angesprochen.

Selbst dann, wenn nicht aktiv nach neuen Mitarbeitern gesucht wird, spricht man von einer passiven Personalbeschaffung. Personaldienstleister versuchen, das Unternehmensimage nach außen hin zu optimieren und über Initiativbewerbungen neue Angestellte zu „rekrutieren“. Zudem muss die Situation auf dem Arbeitsmarkt immer wieder untersucht werden. Eine weitere Aufgabe ist die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter über Schulungen und Mitarbeitergespräche.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Die Anforderungen an Personaldienstleister sind ziemlich hoch. Dies ist aber durchaus verständlich: Das Personal bestimmt die Produktivität, die Professionalität und damit auch den Erfolg eines Unternehmens. Somit ist gezielte Auswahl des richtigen Personals notwendig, um innerhalb eines Unternehmens Stabilität und Rentabilität gewährleisten zu können.

Zum einen sind organisatorische Fähigkeiten von Belang. Die Verteilung des Personals innerhalb des Unternehmens, die permanente Auswertung neuer Daten des Arbeitsmarktes und die Anwerbung von neuen Kandidaten erfordern eine große Übersicht. Man muss sehr viele Informationen sammeln und verarbeiten können. Zudem sind im Bereich Controlling und Lohnabrechnungen auch kaufmännische Tätigkeiten des Rechnungswesens von Belang. Auch veraltende Tätigkeiten, also die Personalverwaltung, sind hier von Belang.

Weiterhin wichtig sind die sozialen Aufgaben. Der Umgang mit bestehendem Personal und der rücksichtsvolle Umgang mit deren Interessen ist wichtig, um ein positives Arbeitsklima erhalten zu können. Man muss immer wieder nach neuen Möglichkeiten suchen, wie Mitarbeitern bei entsprechendem Wunsch neue Herausforderungen geboten werden können. Auch im Kontakt zu Kandidaten muss man das Unternehmen gut präsentieren können und von diesem überzeugen können. Dafür sind schriftliche und mündliche Eloquenz von hohem Wert. Der Personaldienstleister muss ein hohes Maß an Professionalität vermitteln, damit der potenzielle Angestellte gegenüber dem Unternehmen überhaupt Vertrauen aufbauen kann.

Bei der Arbeit und Recherche muss große Sorgfalt an den Tag gelegt werden. Vor allem bei der Auswahl neuen Personals muss man genau hinsehen, ob dieses die Anforderungen erfüllt. Wenn die Chance besteht, dass die erforderlichen Aufgaben fehlerhaft getätigt werden können, muss man sich für einen anderen Bewerber entscheiden. Fehlentscheidungen in diesem Bereich haben fast immer langfristige Folgen. Aus diesem Grund ist das Verantwortungsbewusstsein sehr wichtig. Die getroffenen Entscheidungen haben oft eine große Tragweite.

3. Ablauf der Ausbildung:

Bei der Ausbildung zum Personaldienstleister handelt es sich um eine schulische Ausbildung. Die vermittelten Inhalte sind dabei extrem umfangreich. Neben den verschiedenen Formen der Personalbeschaffung, wie der Unterscheidung zwischen intern, extern, aktiv und passiv wird auch die Beratung explizit vermittelt. Auswahlkriterien werden verfasst und die Umsetzung dieser geübt. Auch Systeme zur Verwaltung des Personals gehören dazu. Neben weiteren Bereichen der Personaldienstleistung wie Kündigungen und Marketingmaßnahmen kommen auch hier bereits die Inhalte wie Controlling und Leistungsabrechnungen vor.

4. Das Gehalt:

Während deines ersten Lehrjahres erhältst du zwischen 500 und 600 Euro. Dieses Gehalt steigt dann jährlich um etwa 50€ bis auf maximal 700 Euro an. Dafür ist dein Einstiegsgehalt danach mit 1700 bis 2300 Euro brutto monatlich schon interessanter. Da du die umfangreichen Theorieinhalte, die dir während deiner Lehre vermittelt wurden, jetzt immer wieder anwendest und bei deiner Arbeit Erfahrung sammelst steigt dein Gehalt weiter an.

5. Karrieremöglichkeiten:

Je nachdem, in welchem Unternehmen du arbeitest und stark abhängig von der Größe kann dein Gehalt bis auf 3400 Euro brutto steigen. Dies ist jedoch nur ein grober Wert. Wenn du einen großen Anteil an den Gewinnen hast, indem du viele Personalkosten einsparst und effizient arbeitest, oder in verantwortlichen Positionen arbeitest, kannst du also auch mehr Geld bekommen. Durch die fortlaufende Entwicklung des Arbeitsmarktes sind auch in diesem Beruf Weiterbildungen immer wieder erforderlich. Dadurch qualifiziert man sich regelmäßig neu dafür, die Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt richtig einschätzen zu können und seine Arbeit ordentlich zu erledigen, was sich natürlich auch auf deinen Wert im Unternehmen auswirkt.

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