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Lehre als Tiefbauer/-in

Die Ausbildung als Tiefbauer/-in





1. Die Tätigkeiten:

Zu keiner Zeit war der Beruf des Tiefbauers so wichtig wie heute. Die Massen an verkehrsinfrastrukturellen Anlagen, die hohe Anzahl an Neubauten und viele Bauprojekte verlangen den zuständigen Firmen viel ab. Als Tiefbauer arbeitest du immer in einem Team an einem vorgegebenen Bauplan. Diese wird vorab detailliert und ausführlich besprochen. Dabei werden jedem Mitarbeiter Aufgaben zugeteilt, die er zu erfüllen hat. Nach dessen Instruktionen konstruierst du die Gebäude mithilfe von verschiedenen maschinellen Hilfsmitteln wie einem Bagger, der Planierraupe, Betonmaschinen, Betonpumpen oder dem Baukran. Außerdem kümmerst du dich um die Regelung des Verkehrs durch Verkehrszeichen und so weiter.

Beim Prozess des Bauens ist körperliche Fitness sehr wichtig. Sowohl die Bedienung der Maschinen als auch Arbeiten, die nicht maschinell getätigt werden können, erfordern oft viel Kraft.

Besonders im Fokus des Tiefbaus steht die Erneuerung von Straßen. Bei dieser muss zunächst der alte Belag abgetragen werden. Auch der Abtransport alten Asphaltes wird von dir oder deinem Team geregelt. Dann werden die verschiedenen Lagen aufgetragen. Kies wird als Untergrund eingesetzt, über Betonpumpen wird das gemischte Beton auf diesem verteilt. Mit der Planierraupe sorgst du für die Gleichmäßigkeit und Ebenheit der Straße. Als letzter Schritt erfolgen noch die Straßenmarkierungen.

2. Qualifikationen und Anforderungen:

Im Tiefbau werden vor allem junge Arbeitskräfte immer wieder gesucht, da diese mit weniger körperlichen Beschwerden zu tun haben. Daher solltest du am besten zwischen 15 und 24 Jahren alt sein, um dich zu einer Bewerbung zu entschließen.

Sehr wichtig in deinem Beruf ist das räumliche Denkvermögen. Vor allem bei der Besprechung des Gebäudeplans musst du genau wissen, an welcher Ebene ein Element angebracht werden muss und wie es im Raum steht. Dies ist wichtig, damit du sämtliche Arbeiten sorgfältig und an Ort und Stelle verrichten kannst. Werden Tätigkeiten fehlerhaft ausgeführt, so kann dies zu Kosten führen. Dafür muss auch das handwerkliche Geschick vorhanden sein. Nur wenn dir diese Techniken im Blut liegen, kannst du sie auch schnell und ohne nachzudenken ausführen.

Ebenfalls notwendig ist technisches Verständnis und das Interesse an Maschinen. Du musst dich mit diesen nachher genau auskennen und diese anwenden können. Daher solltest du dich für ihre Funktion und ihre Arbeitsweise interessieren.

Unerlässlich ist definitiv körperliche Fitness. Der Beruf als Tiefbauer sowie die Ausbildung ist eine physische Arbeit. Du stehst den ganzen Tag auf dem Bau und musst körperlich schwere Aufgaben verrichten. Also solltest du sehr belastbar sein, um diese auch zufriedenstellend erfüllen zu können. Wenn du anfällig für Beschwerden bist und dich bei einer anstrengenden Tätigkeit nicht wohl fühlst, solltest du dich nicht für einen derartigen Bereich entscheiden.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Teamfähigkeit. Du arbeitest im Tiefbau immer mit mehreren Leuten zusammen, mit denen du dir auch deine Aufgaben teilst. Mit diesen musst du oft kommunizieren, da nicht alles alleine erfüllt werden kann. Nur wenn du dich in eine gute Teamdynamik integrieren kannst, kann auch effizient und präzise gearbeitet werden.

3. Ablauf der Ausbildung:

Die Ausbildung zum Tiefbauer ist eine duale Ausbildung. Sowohl die Berufsschule, als auch die praktische Arbeit sind relevant für dein Fortkommen in dem Beruf. Der schulische Ausbildungsteil hält einige wichtige Fächer für dich bereit. Ein wichtiger Schwerpunkt ist Mathematik. Vor allem wenn es um Längen und Maße geht, musst du immer wieder bestimmte Werte berechnen, die für deine Arbeit notwendig sind und angewendet werden. Nur wenn diese äußerst genau kalkuliert wurden, kann ein gutes Resultat entstehen. Des Weiteren wichtig ist Physik. Welche Kräfte wo und wie wirken, ist wichtig bei der Konstruktion von schweren Bauten. Etwas praktischer geht es dann im Fach Technik zu, wo du mit Werkzeugen umgehst und selber kleinere Dinge erstellst. Hier kannst und musst du dein handwerkliches Geschick auf die Probe stellen.

Deine betrieblichen Ausbildungsinhalte sind ebenfalls relativ vielfältig. Zunächst einmal wirst du an die Nutzung der Maschinen herangeführt. Aushubarbeiten verrichtest du mit der Zeit ohne Hilfe. Auch das Setzen von Randsteinen oder Betonarbeiten werden dir vermittelt. Durch diese Vorstufen wirst du an die tatsächliche Arbeit als Tiefbauer herangeführt.

4. Das Gehalt:

Das Ausbildungsgehalt als Tiefbauer ist äußerst lukrativ. Im ersten Jahr liegt dieses bereits bei über 900 Euro brutto. Zum zweiten Jahr gibt es jedoch einen gewaltigen Sprung auf über 1.400 Euro im Monat. Mit 1.800 bis 2.100 Euro brutto in den letzten Lehrjahren beziehst du als Lehrling ein absolutes Spitzengehalt.

Lehrlingsentschädigung lt. Kollektivvertrag (brutto) im Baugewerbe: (Stand 01.05.2017)
1. Lehrjahr: € 939,-
2. Lehrjahr: € 1.407,-
3. Lehrjahr: € 1.876,-
4. Lehrjahr: € 2.112,-


Das Durchschnittsgehalt nach der Ausbildung liegt dann bei etwa 17 Euro die Stunde, also zirka 2.700 Euro brutto monatlich.

5. Karrieremöglichkeiten:

Nach deiner Ausbildung arbeitest du vor allem bei Bauämtern der Gemeinden oder Städte. Hier arbeitest in der Straßenverwaltung. Außerdem kannst du natürlich in vielen Bauunternehmen angestellt werden.

Um in Führungspositionen wie der Position des Baustellenleiters aufzusteigen kannst du in einer Fachschule für Bautechnik deine Erfahrungen und Kompetenzen ausbauen und organisatorische, sehr gut bezahlte Tätigkeiten ausführen.

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